Günter Schabowski im Gespräch mit Thomas Grimm

Im Gespräch mit Thomas Grimm blickt Günter Schabowski, ehemaliges Mitglied des SED-Politbüros, auf die dramatischen letzten Monate der DDR zurück. Er schildert die zunehmenden Spannungen innerhalb der Parteiführung, den Einfluss von Michail Gorbatschows Reformpolitik und die Ereignisse, die im Oktober 1989 zur Absetzung Erich Honeckers führten.

Aus der Perspektive eines unmittelbar Beteiligten beschreibt Schabowski die internen Absprachen im Politbüro, Honeckers Reaktion auf seinen Machtverlust und die Hoffnung der neuen Führung, mit politischen Veränderungen das Vertrauen der Bevölkerung zurückzugewinnen.

Ausführlich erinnert er sich an den 9. November 1989: die gescheiterten Pläne für ein neues Reisegesetz, die kurzfristig erarbeitete Regierungsverordnung und jene Pressekonferenz, auf der seine Ankündigung zur Öffnung der DDR-Grenzen die Ereignisse entscheidend beschleunigte. Schabowski erzählt auch, wie er anschließend selbst versuchte, sich ein Bild von der Situation an den Berliner Grenzübergängen zu machen.

Das Gespräch reicht über den Mauerfall hinaus. Schabowski berichtet vom Rücktritt des Politbüros, seinem Ausschluss aus der SED und seiner späteren Auseinandersetzung mit der eigenen politischen Vergangenheit.

Ein persönlicher Rückblick auf Macht, politische Fehleinschätzungen und das Ende der DDR – erzählt von einem Mann, der selbst Teil ihrer Führung war.

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